Hohe Beanspruchung von Lagersitzen
Der Lagersitz ist der Bestandteil der Welle, Achse oder der Lagergehäusebohrung, der über ein Radial- Axial- oder Gleitlager für den drehenden Rundlauf zum nächsten Bauteil sorgen soll.
An dieses Bauteil werden große Anforderungen gestellt, denn nur wenn dieser zu 100 Prozent funktioniert, kann die Welle ihre komplette Leistung abgeben.
Für den Lagersitz auf der Welle oder in der Bohrung gelten hohe Anforderungen an Bauteilgeometrie, Grundwerkstoff, Oberfläche, Toleranzen und auch manchmal für Verschleiß- und Korrosionseigenschaften.
Gerade die Toleranzen sind sehr wichtig. Wenn nicht die geforderten Toleranzen am Wellensitz von k5/k6 ca. ( +0+20µm ) und der Lagergehäusebohrung von m5 ( 0-10µm ) erreicht werden und das Lager zu leicht zu montieren ist, dann bedeutet dieses meist für den späteren Einsatz einen Lager- und Wellensitzschaden.
Das Kugellager wird sich auf der Welle oder in der Bohrung durch den Innen- oder Außenring mitdrehen und dabei wird der Lagersitz stark einlaufen. Desweiteren kann auch das Kugel- oder Gleitlager durch Stöße beschädigt werden. Auch ein Heißlaufen von Lagersitz oder Kugellager kann die Folge sein.
Wir überprüfen in der Eingangskontrolle den Lagersitz auf Toleranzen, Rundlaufgenauigkeiten, Oberfläche und bestimmen mit dem Kunden zusammen für den späteren Einsatz die Reparaturmaßnahmen. Vielfach sitzen auf einer Welle zwei oder mehrere Lagersitze und auch Dichtungssitze die zueinander laufen müssen, manchmal ist auch die Welle krumm. So gilt es die entsprechende Vorgehensweise abzustimmen.
Durch Flammspritzen, Metallspritzen, Flammspritztechnik wird die Welle oder Lagergehäusebohrung verzugsfrei aufgespritzt. Auch der Grundwerkstoff bleibt durch unsere Beschichtung unverändert, dieses hat zur Folge das auch ein weicher ( Alu ), gehärteter oder vergüteter Grundwerkstoff beschichtet werden kann.
Durch das Flammspritzen sind wir in der Lage, den Lagersitz bei entsprechender Vorarbeit schnell beschichten zu können. Schichtstärken von 2mm und sind hierbei kein Problem.
Durch das Hartverchromen sind an manchen Grundwerkstoff Grenzen gesetzt. Auch ist hierbei eine größere Schichtstärke >300µm zu vermeiden.
Für das Auftragsschweißen gelten auch Grenzen, hierbei ist die Gefügeveränderung und auch ein Verzug der Welle oder der Lagergehäusebohrung zu sehen. Aber nur mit Auftragsschweißen kann ein Lagersitz für Nadellager instandgesetzt werden, wo die Nadeln direkt auf der Oberfläche laufen.
Cremer Beschichtungstechnologie GmbH ist ihr Partner im Maschinenbau, Windkraft und viele weitere Industrien.
Weitere Spezialgebiete: Wellenschutzhülse | Kolbenstange | Förderschnecke